Geschlossene Parkfelder

   


Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, an den Stellen in der Stadt, an denen dies technisch möglich ist, „Geschlossene Parkfelder“ einzurichten, in denen die Einfahrzeit erfasst wird und bei der Ausfahrt die tatsächlich verbrauchte Parkzeit abgerechnet wird.
 

Begründung:

Die CDU-Fraktion sieht es als grundlegendes Problem bei der Verwendung von Parkscheinautomaten an, dass man bereits vor Beginn seines Einkaufes oder des Arztbesuches wissen muss, wie lange die beabsichtigten Geschäfte dauern werden. Wenn dann eine Beratung oder eine Behandlung länger dauert, kann man fast sicher sein, an seinem Fahrzeug ein Knöllchen zu finden. Dies ist für alle Beteiligten äußerst unerfreulich und vergrault die Kundschaft aus der Stadt.

Hier fordert die CDU-Fraktion die Einrichtung technischer Möglichkeiten, die es den Besuchern erlauben, am Ende ihrer Geschäfte für die tatsächlich in Anspruch genommene Zeit die Parkgebühren zu bezahlen. Damit wird der bestehende Teufelskreis durchbrochen.

Wenn es eine entsprechende Veränderung gibt, würde dies gleichzeitig die Hilfspolizeibeamten der Stadt entlasten. Sie müssten in diesem Bereich nicht mehr kontrollieren, ob die Parkzeit überschritten worden ist oder nicht. Stattdessen könnten Sie für sinnvollere Tätigkeiten in der Stadt eingesetzt werden. Damit würde auch der Ruf nach "schwarzen Sheriffs" überflüssig, und mit dem vorhandenen Personal können Aufgaben in der Fußgängerzone und in anderen Problembereichen verstärkt wahrgenommen werden.

Diese Möglichkeit ist nicht ohne weiteres an allen Stellen der Stadt gegeben. Hier müsste jedoch überall dort, wo dies technisch und von den Verkehrsbedürfnissen her möglich ist, entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden. In erster Linie kommen nach unserer Auffassung dafür das Parkdeck auf dem Badehaus VIII, die kleine Parkstraße und der neu gestaltete Hof des Rathauses in Betracht. Geprüft werden muss aber auch, ob der südliche Teil der Kurstraße sich nach einer Umgestaltung ebenfalls für eine solche Lösung anbietet.

In der Vergangenheit ist gegen derartige Vorschläge immer wieder vorgebracht worden, dass die erforderlichen Schrankenanlagen zu oft beschädigt würden. Aus diesem Grunde schlägt die CDU-Fraktion vor, neben dem Einsatz von Schrankenanlagen auch die Möglichkeit versenkbarer Poller zu überprüfen, wie sie im europäischen Ausland bereits eingesetzt werden.
 

(24.06.2003)  |  Seite drucken