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Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke Bad
Nauheim werden gebeten darauf hinzuwirken, dass die Stadtwerke Kunden mit
größerem Wärme- und/oder Kältebedarf ein Angebot zur umfassenden
Dienstleistung rund um die Wärme- und Kälteversorgung (Wärme- und
Kältecontracting) unterbreiten.
Begründung:
In vielen Unternehmen, Bädern, Kliniken oder
sonstigen Einrichtungen in Bad Nauheim werden Anlagen zur
Wärme-/Kältebereitstellung unterhalten. Durch ein Dienstleistungsangebot
seitens der Stadtwerke könnten zum einen Kunden ihre Kosten senken, zum
anderen die Stadtwerke ihre Erlössituation verbessern.
Insbesondere durch die verstärkte dezentrale Nutzung
der Kraft-Wärme-/Kältekopplung (KWKK) könnte die Effizienz der
Stromerzeugung erheblich verbessert werden. Das wäre ein sehr sinnvoller
Beitrag zum Klimaschutz.
Zudem könnten die Stadtwerke durch eine gut überlegte
Steuerung der Stromerzeugung den sehr teuren Zukauf von elektrischem Strom
zu Spitzenlastzeiten vermindern, was die Kostenseite entlasten würde.
Dezentrale KWK-Stromerzeugungskapazitäten werden
ohnehin in Zukunft verstärkt benötigt, um die größer werdenden
Schwankungen bei Photovoltaik-Strom und Strom aus Windkraftanlagen, deren
Angebotsmengen weiterhin sehr stark ansteigen werden, zum richtigen
Zeitpunkt ausgleichen zu können. Mit dem oben beschriebenen Angebot des
Wärme-/ Kältecontracting würde eine win-win-win-Situation für Klima,
Kunden und Stadtwerke geschaffen.
Weitere Begründungen erfolgen mündlich.
[11.05.10]
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