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CDU-Ortsverband Kernstadt spricht sich für Sanierung des bestehenden Eisstadions aus

 

Der Vorstand der Kernstadt-CDU in Bad Nauheim hat sich in seiner Sitzung mit der Zukunft des Eissportes in Bad Nauheim beschäftigt.

[13.01.10] Ausgangspunkt waren die jetzt bekannt gewordenen Ergebnisse der Gutachten und des Angebotes des vorgesehenen Investors OFB. Die Vorsitzende Michel stellte fest: „Wenn jetzt nicht schnell vernünftige und finanzierbare Beschlüsse gefasst werden, steht die Zukunft des Eissportes in der Kurstadt auf dem Spiel“. Sie konnte den Ersten Stadtrat Armin Häuser (CDU) begrüßen, der die Gutachten und ihre Auswirkungen erläuterte. Nach seinen ausführlichen Darlegungen war deutlich, dass es grundsätzlich vier Möglichkeiten gibt. Die Stadt könne den Betrieb des Eisstadions ersatzlos einstellen, sie könne das vorhandene Stadion sanieren, sie könne einen Neubau vorantreiben und in dieser Zeit das vorhandene Eisstadion notdürftig in Betrieb halten. Wenn diese Möglichkeit beschlossen würde, müsste entschieden werden, ob die Stadt selbst oder ein Investor den Neubau errichtet.

Bei den Vorstandsmitgliedern herrschte einmütig die Auffassung, dass der Verzicht auf das Eisstadion keine vertretbare Alternative darstelle. „Das Eisstadion und die dort beheimateten `Roten Teufel´ sind ein wichtiger Werbeträger für die Stadt, das Eishockey hat Bad Nauheim überregional bekannt gemacht. Dazu kommt die umfangreiche Jugendarbeit der verschiedenen dort aktiven Vereine“, betonte der stellv. Vorsitzende Gerhard Bennemann. Eine Jugendarbeit, die viele von der Straße hole und ihnen die Möglichkeit gebe, sich regelmäßig auszutoben sei für das Zusammenleben in der Stadt wichtig. Hier leisten die Vereine, die im Eisstadion neben Eishockey auch Eiskunstlauf und Eisstockschießen auf hohem Niveau trainieren eine unverzichtbare Arbeit.

Genau geprüft werden müssen bei den verschiedenen Alternativen die entstehenden Kosten und die zur Verwirklichung erforderlichen Rahmenbedingungen. Nach den Ausführungen des Ersten Stadtrates Häuser schneidet dabei ein Neubau schlecht ab, denn es müsste zunächst bis zu dessen Fertigstellung die weitere Nutzbarkeit des Eisstadions sichergestellt werden. Nach den Gutachten kostet dies rund 900.000,- € für vier Jahre, die dann verloren seien. Dazu kämen noch die Kosten des Neubaus, die mit 17 Mio. zu veranschlagen seien, denn neben den reinen Gebäudekosten müssten die Erschließung der neuen Sportstätte auch noch geschaffen werden. Die in der Presse dargestellte Gegenfinanzierung ist für die CDU-Politiker eine Milchmädchenrechnung, denn der Verkauf von Gewerbeflächen – für die das Planungsrecht noch gar nicht besteht – für mehrere Millionen sei in der derzeitigen Wirtschaftslage utopisch. Ob es für die erforderlichen Beschlüsse zur Umwidmung des jetzigen Eisstadiongeländes in ein Wohngebiet die erforderlichen Mehrheiten gibt ist mehr als fraglich, selbst wenn diese in der Stadtverordnetenversammlung zustande kommen sollte, muss mit einem Bürgerbegehren gerechnet werden, das mindestens zu erheblichen Verzögerung führt. Ungeklärt ist auch, ob der erhoffte Erlös dieser Grundstücke gegebenenfalls nicht durch eine erforderliche Altlastensanierung noch jahrzehntelangem Betrieb der Eismaschinen in erheblichem Umfang aufgefressen würde.

Bei Würdigung all dieser Umstände hält der CDU-Ortsverband nur eine Sanierung des vorhandenen Stadions für ca. 2 Mio. für vertretbar, das wäre für die dann sichergestellte Nutzungsdauer von mindestens 15 Jahren pro Jahr ein Aufwand von rund 130.000,- Euro. Im Vergleich zu den entsprechenden Kosten eines Neubaus, die mit dem Provisiorium auf mehr als 1 Mio. pro Jahr zu veranschlagen sind, eine zwar erhebliche, aber zu vertretende Belastung des städtischen Haushaltes. Erster Stadtrat Häuser hatte diese Marschrichtung schon im letzten Jahr einschlagen wollen, es sei bedauerlich, dass ihm deswegen vom Bürgermeister die Zuständigkeit für die Maßnahme entzogen worden sei. „Fakt ist jedoch, die Mehrkosten von 15 Mio. für die Errichtung eines Denkmales des amtierenden Bürgermeisters kann sich die Stadt nicht leisten“, betonte der stellv. Vorsitzende Gerhard Bennemann. Der Ortsverband erwarte daher, dass die alten Zuständigkeiten wiederhergestellt und die willkürliche „Strafaktion“ rückgängig gemacht werden. Dies wäre ein deutliches Signal, dass die Stadt für die Zukunft des Eissportes in Bad Nauheim ein verlässlicher Partner bleibe.

 

 

 

   

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