Aktuelles

 

Mitteilungen

CDU und Grüne: Einsparungen öffentlich sichtbar machen

CDU-Antrag erfolgreich: Sinnvolle Maßnahme zur Verkehrsberuhigung

Markus Kunzfeld löst Erol Türkmen ab

Wasseruntersuchung des Sauerbornes zwischen Steinfurth und Wisselsheim

Oliver von Massow bleibt Vorsitzender der CDU in Bad Nauheim

Klausurtagung von Fraktion und Vorstand


Weitere Mitteilungen im Archiv

 

CDU Stadtverband Bad Nauheim besucht Max-Planck-Institut

 

1. Stadtrat Armin Häuser unterstreicht die Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Bad Nauheim und zeigt sich beeindruckt von den laufenden Forschungsprojekten

[29.01.10] Außerordentlich beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe des CDU Stadtverbandes Bad Nauheim vom Standard und den aktuellen Rahmenbedingungen des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung W. G. Kerckhoff-Institut in Bad Nauheim. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Klaus Dietz (zugleich Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion), dem 1. Stadtrat Armin Häuser sowie dem Vorsitzenden der Bad Nauheimer CDU, Oliver von Massow, ließ sich die Gruppe vom Öffentlichkeitsreferenten des Instituts, Dr. Matthias Heil, die aktuellen Forschungsprojekte erläutern. Dabei wurden sowohl der Altbau mit Bibliothek, Hörsaal und Tierzuchtanlagen als auch der imposante Neubau besichtigt.

Aufgabe des im Juli 2005 neu gegründeten Instituts ist die Erforschung des gesamten Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge. Die Vereinigung dieser Themen unter einem Dach ist europaweit nahezu einmalig. Wegen der engen Zusammenhänge zwischen diesen Organsystemen versprechen sich die Wissenschaftler wesentliche Synergieeffekte. Das davor ebenfalls in Bad Nauheim bestehende Institut hatte vor allem physiologische Schwerpunkte gesetzt. Nun werden dank der ausgefeilten Technik die molekularen Zusammenhänge bei der Entwicklung der Organe und bei der Entstehung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems untersucht. „Welche Gene, welche Proteine sind aktiv? Welche Gene regulieren die Ausdifferenzierung der verschiedenen Organstrukturen?“, nannte Dr. Heil als einige der Fragestellungen.

Das Interesse an der Entwicklungsbiologie gründet auf der Erkenntnis, dass viele Mechanismen, die während der Embryonalentwicklung aktiv sind, bei der Entstehung von Erkrankungen beispielsweise am Herzen wieder aktiviert werden. „Die Entschlüsselung der Zusammenhänge in der Embryonalentwicklung hilft uns dabei, das Entstehen von Erkrankungen zu verstehen“, erläuterte Dr. Heil. In enger Kooperation mit den Universitätskliniken in Gießen und Frankfurt sowie der benachbarten Kerckhoff-Klinik wird gezielt am zeitnahen Transfer des Wissens aus der Grundlagenforschung hin zur klinischen Anwendung gearbeitet.

Neben klassischer Laborarbeit ist die Arbeit mit Tiermodellen ein weiterer Schwerpunkt des Instituts. Die Möglichkeit, fremde Gene in das Mausgenom einzuschleusen bzw. Gene gezielt auszuschalten, führe zu wichtigen Erkenntnissen über die Beteiligung von Genen an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Der Grünliche Wassermolch wiederum als echter „Regenerationskünstler“ kann Gliedmaßen, aber auch sein Herz im Falle einer Schädigung – beispielsweise nach einem Infarkt – vollständig reparieren. „Unser Ziel ist es, vom Molch zu lernen und daraus neue therapeutische Ansätze für die Anwendung beim Menschen zu entwickeln“, erläuterte Dr. Heil. Weltweit einmalig ist der Einbau von sogenannten Kandidaten-Genen in das Molchgenom, um den Einfluss des fremden Gens auf die Regeneration zu untersuchen.

In rund 1000 Becken sind die auch Aquarianern bekannten Zebrabärblinge untergebracht. Wissenschaftler untersuchen die Entwicklung des Herzens im Embryo, um neue Erkenntnisse zu angeborenen Herzfehlern zu gewinnen. „70 Prozent der Fischgene sind Säugergenen ähnlich, deshalb können wir aus den Versuchen Anhaltspunkte finden, die uns helfen, neue Therapien zu entwickeln“, erläuterte Dr. Heil.

Der Neubau des Max-Planck-Institutes, hinter der Kerckhoff-Klinik direkt an der Usa gelegen, wurde Ende vergangenen Jahres fertiggestellt. Allein die Investitionskosten für die technische Infrastruktur (Computer- und Klimatechnik, Reinheitszonen) bewegen sich nach Angaben von Dr. Heil im zweistelligen Millionenbereich; unter anderem ist hier Europas modernstes Tierhaus entstanden, in dem inzwischen viele junge Doktoranden, aber auch eine stattliche Anzahl von Tierpflegern arbeiten. Insgesamt wurden für das Gebäude 28 Millionen Euro veranschlagt, der Landeszuschuss lag bei ca. fünf Millionen Euro.

„Dies ist eine bedeutende Investition in die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Bad Nauheim“, lobte 1. Stadtrat Armin Häuser nach dem Rundgang. Der Einschluss in das Herz-Lungen-Excellenzcluster des Bundes ebenso wie die Förderung durch das exklusive Forschungsprogramm „Loewe“ des Landes Hessen beweisen den hohen internationalen Standard der Einrichtung.

Nach dem Rundgang bedankte sich Stadtverbandsvorsitzender Oliver von Massow bei Herrn Dr. Heil für die nicht alltäglichen Eindrücke.

CDU-Besuchergruppe

Bild: Die Gruppe des CDU Stadtverbandes Bad Nauheim mit Klaus
Dietz, MdL, 1. Stadtrat Armin Häuser und Dr. Matthias Heil, MPI

 

 

   

[Zurück]
[Seite drucken]