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Völlig unnötig Unruhe in laufende Diskussion gebracht
[11.05.10]
Mit Verwunderung hat die CDU-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass dem
Bürgermeister jedes Mittel recht ist, um Effekthascherei zu betreiben, so
Fraktionsvorsitzender Dietz. Nur so lässt sich sein Vorstoß hinsichtlich
des Sportheims als TAF-Standort erklären. Hintergrund ist, dass im Rahmen
der Überlegungen hinsichtlich eines Nutzungskonzeptes für den Sprudelhof
durch den Bau einer Therme mit Wellnessbereich das Theater „Alte
Feuerwache“ aus dem bisherigen Standort im Badehaus 2 eventuell weichen
müsste. Hierzu waren Kostenschätzungen eines Architekten für zwei
alternative Standorte, nämlich den so genannten Querriegelbau am Badehaus
2 und dem Medizinischen Institut (derzeitiger Standort der
Landesgartenschaugeschäftsstelle), beauftragt worden. Nachdem im Magistrat
das Gutachten beraten wurde, bestand dort Einvernehmen, dieses zunächst im
Kuratorium der Stiftung Sprudelhof zu diskutieren, da sich der
Querriegelbau im Eigentum der Stiftung befindet. Hierzu bestand im
Magistrat laut Mitteilung des Ersten Stadtrates Armin Häuser in der
Sitzung des Sport- und Kulturausschusses am vergangenen Donnerstag
Einvernehmen. Der Ausschussvorsitzende Armin Kreuter betont, dass auch er
vom Bürgermeister ausdrücklich aufgefordert wurde, im Rahmen des
Tagesordnungspunktes „Besichtigung des Balneologischen Instituts sowie des
Riegelbaues Badehaus 2“ keine Fragen zu den Kostenschätzungen und
Planungen zuzulassen. An diese Vereinbarung fühlte sich jeder gebunden.
Nur der, der sie einforderte, hatte sie zum selben Zeitpunkt bereits in
der Presse umgangen, so Armin Kreuter. Denn zum Zeitpunkt der
Ortsbesichtigung hatte der Bürgermeister auf seinem Kopfbogen bereits eine
Pressemitteilung an die Wetterauer Zeitung versandt, in der er plötzlich
das Sportheim als Standort für das TAF vorschlägt und die beiden anderen
Standorte als nicht umsetzbar beurteilt. Dass der Bürgermeister es nicht
für nötig befand, an diesem Abend die Ausschussmitglieder über diesen
Sachverhalt zu informieren, und auch die TAF-Verantwortlichen erst durch
die Presse auf diesen Vorschlag aufmerksam gemacht wurden, zeigt das
Selbstverständnis des Bürgermeisters. Nicht nur, dass er über die Köpfe
der zukünftigen Nutzer seiner Profilierungssucht freien Lauf lässt. Auch
die von ihm oft selbst beschworene, aber nicht gelebte kollegiale
Zusammenarbeit mit dem Magistrat, tritt er mit Füßen. Wie will man mit
einem solchen Mann verlässliche Absprachen treffen, wenn ihm sein
unbändiger Drang nach Selbstdarstellung wichtiger ist als eine
vorbehaltlose inhaltliche Auseinandersetzung mit den Betroffenen, so
Dietz. Dass er, wie in der Wetterauer Zeitung vom 08.05.10 dargelegt,
einerseits seinem Magistratskollegen Sinan Sert ein Pressegespräch mit der
WZ verbot, andererseits aber selbst den im Magistrat vereinbarten Weg
insgeheim bereits verlassen hatte, zeigt, wie wenig Witzel sein eigenes
Verhalten reflektiert. Da dies kein Einzelfall ist, sei nicht mit einer
Besserung für die Zukunft zu rechnen, so Kreuter und Dietz. Es stelle sich
aber schon die Frage, wie die übrigen Magistratsmitglieder und die
Stadtverordneten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen sollen, wenn
der Bürgermeister dieses Vertrauen mit seinem Verhalten nicht
rechtfertigt. Die CDU-Fraktion wird weiterhin den Weg der sachlichen
Auseinandersetzung führen. Dazu gehört es insbesondere, auch die Nutzer zu
Wort kommen zu lassen und mögliche verschiedene Varianten unvoreingenommen
in den städtischen Gremien zu diskutieren. Ein „Schnellschuss“ des
Bürgermeisters in Richtung Sportheim, der genauso wenig mit Zahlen
unterlegt ist, wie es seinerzeit sein Irrweg in Richtung Neubau Eisstadion
war, wird die CDU jedenfalls nicht mitgehen, so Kreuter und Dietz
abschließend.
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