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CDU-Fraktion vor Ort bei Fa. Sanden

[19.05.10] Im Rahmen ihrer Informationstour vor Ort stattete die Bad Nauheimer CDU-Fraktion der Firma Sanden einen Besuch ab. Der Direktor für Personal und Finanzen Europa, Herr Edwin Koller, und der Generalmanager für die Testdurchführung, Herr Bernd Zeitvogel, begrüßten die Fraktion mit Stadtverordnetenvorsteher Prof. Feyerabend, Fraktionsvorsitzenden Klaus Dietz und Ersten Stadtrat Armin Häuser. Herr Koller erläuterte, dass auf dem gesamten Firmengelände zwei Firmen tätig sind, nämlich die Sanden of Europe GmbH und die Sanden Technical Centre (Europe) GmbH. Herr Koller erläuterte anhand einer Präsentation die unterschiedlichen Produktbereiche und Produktionsstätten weltweit. Der Schwerpunkt der drei Sanden-Geschäftsbereiche liegt bei der Herstellung von Klimaanalagenverdichtern für Automobile. Durch die Übernahme der Firma VENDO Ende der 80er Jahre ist Sanden auch in der Produktion von Verkaufsautomaten international führend. Im Fernen Osten ist Sanden außerdem ein Hauptanbieter von Kühlvitrinen. Während der weltweite Marktanteil von Verkaufsautomaten bei 30 % liegt, wird jedes vierte Auto weltweit mit einem Kompressor ausgestattet, der die Technik des Hauses Sanden beinhaltet. Von den ca. 9.000 Beschäftigten der Sanden Corporation weltweit sind am Standort Bad Nauheim 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 40 bei der Sanden Europe GmbH und 25 bei der Sanden Technical Centre (Europe) GmbH.

Nach weiteren allgemeinen Erläuterungen durch Herrn Direktor Koller wurden die Mitglieder der CDU-Fraktion dann zu einer Besichtigung durch das Technologiezentrum geführt. Das im Oktober 2000 eröffnete Technologiezentrum dient dem Konzern aufgrund seiner zentralen Lage Bad Nauheims als Hauptprüfstätte sowie als Hauptforschungs- und Entwicklungsabteilung. Durch die in dem hoch modernen Umweltraum mögliche exakte Regulierung von Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit sowie einen zweifachen Rollenprüfstand können Klimasimulationen tatsächlicher Fahrbedingungen erzeugt werden. Wie der Generalmanager Zeitvogel weiter erläuterte, weise der Klima-Windtunnel einen Arbeitsbereich von + 50 ° bis – 40 °C auf. Zudem werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent für die unterschiedlichsten Testreihen erzeugt. Die verschiedensten Leistungen von Klimaanlagen- und Heizungssystemen können hier getestet werden, die umfangreiche Messung des Kraftstoffverbrauchs sowie des Grades der Umweltverschmutzung sei ebenfalls möglich. Die Solarsimulation ermögliche eine Strahlungsintensität von 0,3 bis 1,2 kW/m2, mögliche Fahrzeugantriebe des Rollenprüfstands gewährleisten eine Prüfung der Übertragung bei Vorderrad-, Hinterrad- und Allradantrieb. In einem separaten Halbfreifeldmessraum lassen sich die durch die Klimaanlagensysteme bzw. die Fahrtätigkeit erzeugten Geräusche und Vibrationen temperatur- und motordrehzahlabhängig beeinflussen. Des Weiteren steht ein System- und Kompressorkalorimeter zur Leistungsanalyse einzelner Komponenten zur Verfügung.

Im Sanden-Technologiezentrum Bad Nauheim wird große Aufmerksamkeit auf die Entwicklung von Verdichtern und zukunftsorientierter Technologien gelegt. So engagiert sich Sanden gleichermaßen bei der Entwicklung umweltverträglicher und kraftstoffsparender Verfahren sowie technischer Systeme für Elektroautomobile. Systeme zur Geräuschreduktion sowie zur Eliminierung des FCKW-Ausstoßes sind weitere wesentliche Arbeitsbereiche der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Bad Nauheim.

Zum Abschluss seiner Ausführungen wies Herr Zeitvogel darauf hin, dass das 1943 in Japan gegründete Unternehmen u.a. im Jahr 2002 die japanische Qualitätsmedaille erhielt. Erster Stadtrat Armin Häuser und Fraktionsvorsitzender Klaus Dietz zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Produkte und der Präzision der Messungen im Technologiezentrum. Beide unterstrichen, dass die Innovationskraft der Firma Sanden eine wesentliche Stärke sei, um Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise überstehen und wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können. Beide bedankten sich im Namen der CDU-Fraktion für die interessanten und umfangreichen Informationen und das angenehme Gesprächsklima und sagten zu, auch weiterhin den direkten Kontakt miteinander zu pflegen.

 

Die CDU-Besuchergruppe mit dem Vertreter der Fa. Sanden.

 

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