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[04.06.10] Im Rahmen ihrer Tour „Fraktion vor Ort“ war die Bad Nauheimer
CDU-Stadtverordnetenfraktion kürzlich zu Gast bei der Firma KMT Waterjet.
Geschäftsführer Bernd Vollmer und der Leiter des Projektmanagements Jochen
Schäfer begrüßten die Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und Ersten
Stadtrat Armin Häuser. Geschäftsführer Vollmer stellte die Struktur der
einzelnen Firmensegmente dar. Er erläuterte, dass das Ursprungsunternehmen
im Jahr 1946 durch Joe McCartney in Kansas/USA gegründet wurde. 1951
gelang die Herstellung der ersten Hochdruck-Pumpe mit 2.500 bar, die im
Bereich der Chemieindustrie eingesetzt wurde. 1964 wurde das Unternehmen
von INGERSOLL-RAND erworben und fertigte im Jahr 1971 die erste
4.000-bar-Hochdruckeinheit zum Wasserstrahlschneiden. Im Jahr 1986
eröffnet die Firma Best-Matic ihr „Waterjet Office“ Deutschland in Bad
Nauheim. Diese Unternehmen wurde 1989 von INGERSOLL-RAND erworben. Ab dem
Jahr 1993 wird von Bad Nauheim aus der Vertrieb der Hochdruckpumpen für
Europa, Afrika, den mittleren Osten und Asien übernommen. Im Jahr 2003
habe dann die Firma KMT die INGERSOLL-Rand Waterjet erworben. Im Jahre
2008 wiederum wurde die KMT- Gruppe durch das schwedische
Traditionsunternehmen Nordstjernan aufgekauft. Geschäftsführer Vollmer
erläutert, dass die umfassenden Erfahrungen bei der Entwicklung und
Betreuung unterschiedlichster Wasserstrahl-Anlagen es der KMT Waterjet
heute ermöglichen, spezifische Lösungen für einen sehr vielschichtigen
Kundenstamm anzubieten. So sei KMT Waterjet heute einer der beiden
führenden Hersteller im Bereich der Hochdrucktechnik. Zur Produktpalette
gehörten Hochdruckpumpen, Schneidköpfe und Ventile. 90 % der Kunden seien
Unternehmen aus dem Bereich des Maschinenbaus, die die Technik der Fa.
Waterjet in ihre Anlagen integrieren. Die Anwendungsgebiete der
Wasserstrahlschneidetechnik erstrecken sich überwiegend auf die Bereiche
metallverarbeitender Industrien mit 40 % und der Automobilindustrie mit 20
%. Die Technik werde angewandt zum Schneiden von Metall, Steinen, Glas und
Verbundstoffen, aber auch von Papier und Lebensmitteln. Die Vorteile der
Wasserschneidetechniken im Vergleich zu anderen (z.B. Laser) besteht laut
Geschäftsführer Vollmer darin, dass es sich dabei um einen kalten
Schneideprozess handele, der durch hohe Genauigkeit und geringe
Schnittbreiten wenig Materialverlust erzeuge. Zum Abschluss seiner
Ausführungen wies Geschäftsführer Bernd Vollmer mit sichtbarem Stolz
darauf hin, dass die KMT Waterjet Systems mit der PRO-Hochdruckserie eine
neue Produktreihe anbiete, die die Welt des Wasserstrahlschneidens ein
weiteres Stück nach vorne bringe. Hier würden Arbeitsdrücke von bis zu
6.200 bar erzeugt, was einer Steigerung des konventionellen Druckbereiches
von fast 50 % entspreche. Die Vorteile dieser neuen Technologie für die
Anwender liegen insbesondere bei höheren Schnittgeschwindigkeiten und
besserer Schnittkantenqualität. Nach einigen Fragen durch die Vertreter
der CDU-Fraktion schloss sich eine interessante Betriebsführung an, bei
der auch die Präzision der von der KMT entwickelten Schneidetechnik beim
tatsächlichen Arbeitseinsatz dargestellt wurde. Zum Abschluss seines
informativen Rundgangs bedankten sich Erster Stadtrat Armin Häuser, der
stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Müller und Parteivorsitzender
Oliver von Massow im Namen der CDU-Fraktion bei Geschäftsführer Bernd
Vollmer und dem Leiter des Projektmanagements Jochen Schäfer. Sie
wünschten der KMT Waterjet als innovatives Technologieunternehmen, dass
sie die Weltwirtschaftskrise unbeschadet überstehen mögen und die
ursprünglich einmal angedachten Expansionswünsche in Bad Nauheim bald
wieder aufleben werden.
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Die CDU-Besuchergruppe mit dem
Vertreter der Fa. KMT. |
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