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CDU-Mitgliederversammlung beschließt Programm für Kommunalwahl
[03.09.10] Knapp 100 Anträge hatten die CDU-Mitglieder im Rödgener
Bürgerhaus zu beraten, bevor das Programm als Ganzes beschlossen werden
konnte. Die dreieinhalbstündige Versammlung wurde von
Stadtverbandsvorsitzendem Oliver von Massow souverän und konzentriert
geleitet. Zugleich Vorsitzender der Programmkommission, berichtete er,
dass man schon vor über einem Jahr begonnen habe, das Programm zu
erstellen. Die am Abend vorgestellte Synopse wurde darüber hinaus von den
Vereinigungen und Ortsverbänden beraten und es sei erfreulich, so von
Massow, dass so viele Anträge zum Programm vorlägen.
Zu Beginn des Abends stand auch der Bericht aus der
Fraktion, den der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Armin Kreuter gab,
auf der Tagesordnung. Aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen sei
ein Sparkurs unabwendbar, so Kreuter. Die CDU-Fraktion müsse dabei
verhindern, dass im Parlament und womöglich auch im Magistrat nach dem
Motto verfahren werde „Die Sparvorschläge seien Sache des Kämmerers“.
Seine Kritik richtete er dabei insbesondere an die Wählergemeinschaft.
Diese sei zwar sehr fürs Sparen, lehne jedoch nahezu jeden konkreten
Vorschlag ab. Um bei allem Sparen wichtige Leistungen zu erhalten, setze
die CDU hier auf Gruppen, die sie auch in wirtschaftlich guten Zeiten
immer unterstützt habe: Vereine, Verbände, Stiftungen, Ehrenamtliche. Die
CDU setze dabei immer auf Dialog - in alle Richtungen. Ein gutes Beispiel,
wie man eine Veranstaltung günstiger hinbekomme als die Stadt Bad Nauheim
biete auch die Organisation des Weinfestes durch die CDU. Kreuter machte
auch klar, dass die CDU selbstverständlich für den sofortigen freien
Zugang zum Kurpark und zum Goldsteingelände unmittelbar nach Ende der
Landesgartenschau eintrete, wie dies auch Beschlusslage der
Stadtverordnetenversammlung sei. Anderslautenden Begehrlichkeiten werde
man weiterhin klar entgegentreten.
Auch Bürgermeisterkandidat Armin Häuser informierte die
Anwesenden über wichtige Eckpunkte seiner Arbeit. Er wies noch einmal
darauf hin, dass es nur durch seine intensive Einflussnahme gelungen sei,
bei der Nutzungsplanung für den Sprudelhof die Südvariante (Parkdeck) für
das Hotel aufzugeben und stattdessen die Option der direkten Angliederung
an die Therme Richtung Norden zu erreichen. Dies garantiert eine bessere
Verknüpfung von Therme und Hotel und ermöglicht, die Überlegungen für
andere Nutzungen der Badehäuser 5-7 schnell voranzutreiben. Er erinnerte
daran, dass es bei der Amerikanischen Wohnsiedlung nie zu einer
Entscheidung gekommen wäre, hätte nicht Ex-CDU-Bürgermeister Bernd Rohde
die wichtige Vorarbeit geleistet. Auch hier konnte Armin Häuser die
Abschlussgespräche zum Erfolg führen. Für die Haushaltsplanberatungen sei
er gespannt, ob sich die UWG wie 2010 auch in diesem Jahr wieder den
Konsolidierungsvorschlägen generell verweigern werde. Häuser betonte
darüber hinaus, dass es ihm wichtig sei, dass die Bad Nauheimer
Infrastruktur, die insbesondere von ehrenamtlich Tätigen genutzt werde,
nicht zerschlagen werde. Dass Bad Nauheim noch immer eine Zuwachsstadt
sei, liege auch an den vielen „weichen“ Standortfaktoren, wie z.B. die
Kinderbetreuung. Diese gelte es zu erhalten, so Häuser abschließend.
Mit dem am Ende des Abends nach intensiver Beratung
beschlossenen Programm bietet die CDU wie auch bei der letzten
Kommunalwahl wieder eine umfangreiche Dokumentation ihrer Leitlinien vor.
Dabei greift das Programm die wichtigsten Punkte in jeweils eigenen
Kapiteln auf: Wirtschaft - Tourismus, Verkehr, Bauen - Wohnen, Finanzen,
Kultur, Bildung - Schulen, Gesundheit, Soziales, Sicherheit - Prävention,
Sport - Freizeit - Vereinsleben - Ehrenamt und Umwelt - Energie -
Landwirtschaft.
Die am Abend beschlossenen Änderungen würden nun in das
Programm eingearbeitet und dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Wie immer werde das Programm dann auch auf der Internetseite der CDU Bad
Nauheim zum Download zur Verfügung stehen aber auch etliche Druckversionen
werden wieder bis zur Wahl verteilt werden, erklärte von Massow zum
Abschluss.
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Bild: Schriftführerin
Kerstin Eisenreich, stellvertretende Vorsitzende
Kerstin Best und dahinter CDU-Bürgermeisterkandidat
Armin Häuser
und Vorsitzender Oliver von Massow während der
Präsentation des
Programms. |
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