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Bürgermeister verschweigt wichtige Tatsachen
[10.12.10]
Den Vorwurf des Bad Nauheimer Bürgermeisters Bernd Witzel, die
Landtagsmehrheit vernachlässige die Kommunen, wies der Landtagsabgeordnete
und Fraktionsvorsitzende der CDU Bad Nauheim mit Nachdruck zurück.
„Mit den Tatsachen, die Witzel verschweigt, vielleicht
kennt er sie auch gar nicht, wird das Gegenteil von Witzels Aussagen
deutlich“, so Dietz. Seit Jahren trage das Land Hessen im
Länderfinanzausgleich (LFA) freiwillig eine Last für die Kommunen mit.
Darin werde die Finanzkraft der Kommunen aus der
Körperschaftssteuer dem Land als Einnahme angerechnet, obwohl diese gar
nicht beim Land ankomme. Die CDU geführte Landesregierung habe seit Jahren
daran fest gehalten, in dieser Frage die Kommunen zu entlasten.
Bei weg brechenden Steuereinnahmen in Milliardenhöhe sei
die Leistungsfähigkeit des Landes überfordert. Da sei es angemessen, dass
sich die Kommunen an Zahlungen beteiligten, die durch die ihnen allein
zufließenden Einnahmen verursacht wurden.
Nach Dietz teilt das Land Hessen die in Hessen
verbleibenden Steuereinnahmen (nach LFA) schwesterlich mit 49,3 %
(Kommunen) zu 50,7 % (Land). Im Durchschnitt liege die Verteilung bei 45 %
(Kommune) zu 55 % (Land). „Kein anderes Bundesland ist so großzügig“, so
Dietz.
Der Bürgermeister verschweige wohlweislich, dass Bad
Nauheim jährlich mit dem „Bäderpfennig“ rund 1,3 Mio. € erhalte als
Ausgleich für entgangene Körperschaftssteuer seitens der
Gesundheitsunternehmen. Die CDU geführte Mehrheit im Landtag halte
verlässlich an dieser Regelung fest.
Weiter habe der Bürgermeister möglicherweise nicht
mitbekommen, dass das Land den Landkreisen, Städten und Gemeinden im Zuge
des Konjunkturprogramms zur Abfederung der Wirtschaftskrise 1000 Millionen
Euro geschenkt habe. Für Bad Nauheim sei dies ein Betrag in Höhe von 2,3
Mio. € gewesen, mit der ein ganzes Bündel wichtiger Investitionsmaßnahmen,
unter anderem zur energetischen Sanierung von Gebäuden, vorgezogen werden
konnten.
Eine weitere Maßnahme, die der Bürgermeister verschweige,
sei die Entwicklung eines Schutzschirmes für finanzschwache Kommunen.
Damit wird das Land die Tilgung Kommunaler Schulden in einem Umfang von 3
Mrd. € übernehmen. Über die Ausgestaltung der Richtlinien würde derzeit
partnerschaftlich mit den kommunalen Spitzenverbänden Gespräche geführt.
Des weiteren beteilige die Landesregierung die Kommunen
ein Jahr früher an steigenden Steuereinnahmen. So werde das Geld für
Mehreinnahmen im Jahr 2010 bereits 2011 ausgezahlt, und nicht erst, wie
bisher üblich, nach der Spitzabrechnung 2012. Das bedeute einen
Liquiditätsschub von je 150 Mio. € in 2011 und 2012.
Dietz empfahl Witzel, nicht irgendwelche vorgestanzten
Texte in zusammenhanglosen Pressemitteilungen zu übernehmen, sondern
endlich den Stau an inhaltlicher Arbeit in seiner übergroßen Vielzahl von
Dezernaten aufzulösen. „Mit jedem Foto von Witzel in der Presse
dokumentiert er selbst, dass er lieber Wahlkampf betreibt als seine
Hausaufgaben zu machen, für die er letztlich bezahlt wird“, so Dietz.
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