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[20.12.10]
Höchst erstaunt ist die CDU-Fraktion im Bad Nauheimer Stadtparlament nach
den Worten ihres Vorsitzenden Klaus Dietz über das Verhalten der UWG
bezüglich der Abstimmung über die Erschließung des Baugebiets „Am Hempler“
im Stadtteil Nieder-Mörlen. Bei der Beratung und Beschlussfassung über den
Haushaltsplan 2011 hatte die UWG gegen die Bereitstellung der
erforderlichen Mittel gestimmt.
Erster Stadtrat Armin Häuser hatte nach Dietz bereits im
vergangenen Jahr in seiner Haushaltsrede für die Erweiterung der
Wohnbebauung in Nieder-Mörlen plädiert und in seinem Entwurf für den
Haushalt 2011 die erforderlichen Gelder eingestellt. Obwohl abschließend
selbst Bürgermeister Bernd Witzel (UWG) auf den bereits fahrenden Zug
aufgesprungen sei, habe die UWG ohne Angaben von Gründen in der Sitzung
der Stadtverordnetenversammlung vergangene Woche dem Projekt die
Zustimmung entzogen. „Damit wäre die äußerst erfolgreich verlaufende
Bereitstellung von Bauplätzen gerade für die sehr stark nachgefragten Ein-
und Zweifamilienhäuser von „Goldstein I bis III“ und amerikanischer
Wohnsiedlung abrupt beendet worden“, so Dietz.
Der damalige Bürgermeister Bernd Rohde und Armin Häuser
als Erster Stadtrat hätten die positive Entwicklung Bad Nauheims unter
schwierigen und schwierigsten Bedingungen (Verhandlungen mit der BIMA)
erfolgreich gefördert. Mit der Bebauung und dem Zuzug neuer Einwohner
würden die Kosten für die hervorragende Infrastruktur auf insgesamt mehr
Schultern verteilt. Mit ihrem Sinneswandel lehne die UWG die Fortsetzung
dieser Erfolgsgeschichte ab.
Auch für die Erwartungshaltung der Menschen in
Nieder-Mörlen, nach der Kernstadt mit über 5.000 Einwohnern der größte
Stadtteil, sei dies völlig unverständlich. Seit Jahren warteten diese auf
einen Entwicklungsschub, da nach dem Baugebiet „Auf den Goldäckern“ mit
nur geringem Flächenumfang keinerlei Baulandbereitstellung mehr erfolgt
sei.
Nach Dietz steht die CDU-Fraktion zu der von ihr gemachten
Zusage, das seit 1984 in Flächennutzungsplan vorgesehene Gebiet „Am
Hempler“ jetzt zügig zu entwickeln. „Auf die CDU können sich die Menschen
verlassen, auf die UWG offensichtlich nicht“, so Dietz abschließend.
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