CDU-Stadtverband Bad Nauheim

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Häuser: Museum in der Siedehalle gut vorstellbar

CDU-Bürgermeisterkandidat besucht mit weiteren Christdemokraten die Alte Saline – Lob für die erfolgreiche Arbeit des Museenvereins


[24.02.11] „Ein Museum könnte ich mir hier gut vorstellen – wenn wir gemeinsam mit dem Museenverein einen Weg der Realisierung und vor allem der Finanzierung finden, aber da bin ich sehr zuversichtlich. Ohnehin wird es eine Herausforderung werden, für die Alte Saline, einen denkmalgeschützten Jugendstil-Industriebau, eine adäquate Nutzung zu etablieren. Ich stelle mir für das Gebäude insgesamt eine Mischnutzung aus Wohnnutzung, Gastronomie und Museum vor“, betonte Erster Stadtrat und CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Häuser im Anschluss an einen Rundgang durch die Siedehalle gemeinsam mit Vertretern der CDU-Fraktion und des Parteivorstandes. Dass Bad Nauheim mit seinen vielen und ganz unterschiedlichen Industriebauten jetzt offiziell in die „Route der Industriekultur“ der Kulturregion Rhein-Main aufgenommen sei, bietet laut Häuser neue Chancen, erlegt der Stadt im Umgang mit diesen Bauten aber auch zusätzliche Verpflichtungen auf.

Geführt vom Vorsitzenden des Vereins Bad Nauheimer Museen, Gustav Jung, sowie von Vorstandsmitglied Helmut Fleißner erkundeten die Christdemokraten die etwa 1000 Quadratmeter große Halle und ihre Anbauten. Die Kunstinstallation „Mehrsalz“ im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass sich sowohl ein Museum – in Gestalt von Dauerausstellungen – als auch temporäre Präsentationen – gestaltet als zugkräftige Events – parallel in dieser beliebig unterteilbaren und vor allem hohen Halle unterbringen ließen, erklärte Jung. Probleme der Temperaturregelung ließen sich lösen, dafür gebe es heute „viele clevere Möglichkeiten“. Hingegen bestünden aus denkmalschützerischer Sicht erhebliche Bedenken gegen eine dauerhafte bauliche Unterteilung der Halle, wenn diese beispielsweise zu Büro- oder Wohnzwecken umgenutzt werden solle.

„Der Verein Bad Nauheimer Museen hat in den fünf Jahren seines Bestehens bereits beachtliche Akzente gesetzt und dabei auch wahre Kraftakte vollbracht. Vor allem hat er die Notwendigkeit eines Bad Nauheimer Museums in den Köpfen der Bevölkerung fest verankert“, erklärte Häuser. Auch die Bereitschaft des Vereins, in den Aufbau und die Betreuung eines Museums – parallel zu den unabdingbaren Leistungen der Stadt hinsichtlich fachlich qualifizierter Museumsleitung – dauerhaft ehrenamtliche Leistung einzubringen, sei eine hervorragende Basis für die Umsetzung eines solchen ambitionierten Projekts.

Die Bedeutung des großen ehrenamtlichen Engagements unterstrich auch Fraktionsvorsitzender Klaus Dietz, MdL. „Das vom Bürgermeister favorisierte Pseudo-Museum in dem ungeheizten, viel zu kleinen Gebäude der Alten Schreinerei reiht sich nahtlos ein in die Menge unausgegorener Ideen aus seinem Mund“, kritisierte Dietz. Ein weiteres prominentes Beispiel sei der sündhaft teure Eisstadion-Bau auf dem Stoll-Gelände gewesen. „Bernd Witzel hat fünf Jahr lang das geerntet, was sein Vorgänger Bernd Rohde gesät hatte – siehe das Beispiel Landesgartenschau. Dort, wo er einen Prozess aktiv begleiten musste, hat er versagt – siehe Trinkkuranlage. Ihm fehlt ganz offensichtlich die gestalterische Kraft, die man für das Amt des Bürgermeisters braucht“, betonte Dietz.
 

 

Gemeinsam mit Vertretern von Vorstand und Fraktion sowie dem Fraktionsvorsitzenden
Klaus Dietz (6. von links) besuchte CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Häuser (6. von
rechts) die Alte Saline. Dort wurde die Gruppe vom Vorsitzenden des Musenvereins,
Gustav Jung (5. von links) sowie Vorstandsmitglied Helmut Fleißner (links) herumgeführt
und informiert.

 

 

       

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