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Senioren-Union und CDU luden zum Kaffeetrinken und stellten das
Wahlrecht vor – Bürgermeisterkandidat Häuser präsentiert Programm
[09.03.11] Kräppel mit quasi „politischer Füllung“ servierten die Bad
Nauheimer Christdemokraten gemeinsam mit der örtlichen Senioren-Union
anlässlich eines gemütlichen Kaffeetrinkens im voll besetzten kleinen Saal
des Sportheims. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der
Senioren-Union, Hans-Joachim Giese, erhielt als erster der Spitzenkandidat
der Bad Nauheimer CDU zur Kommunalwahl, Prof. Dr. Friedrich-Karl
Feyerabend, das Wort. Anhand einer detailliert aufbereiteten Präsentation
informierte er anschaulich über das kommunale Wahlrecht.
Es enthält drei Besonderheiten, die bei überregionalen
Wahlen nicht gelten. Außergewöhnlich ist zunächst, dass jeder Wähler
jeweils so viele Stimmen hat, wie Sitze im parlamentarischen Gremium zu
vergeben sind. „Jeder Bad Nauheimer kann am 27. März zwischen 131 und 135
Stimmen vergeben: 81 für die Kreistagswahl, 45 für die Wahl zur
Stadtverordnetenversammlung, dazu je nach Stadtteil fünf oder neun Stimmen
für die Wahl zum Ortsbeirat“, betonte Prof. Feyerabend. Dazu kommen die
Stimme zur Bürgermeisterwahl sowie das Votum in der Abstimmung über die
„Schuldenbremse“.
„Kumulieren“ bezeichnet die Möglichkeit, einem oder
mehreren Bewerbern gezielt mehr als eine, höchstens aber drei Stimmen zu
geben. „Panaschieren“ bedeutet, dass der Wähler solche „Personenstimmen“
auf mehrere Listen verteilen kann. Die Kombination dieser Personenstimmen
mit einem Listenkreuz ist möglich, aber nicht zwingend. Auch Streichungen
einzelner Namen auf einer Liste sind möglich.
„Trotz aller Flexibilität des Wahlrechts gibt es
Fallstricke, also Vorgehensweisen, die den Stimmzettel ungültig machen“,
warnte Prof. Feyerabend. Verboten sind beispielsweise das Ankreuzen zweier
Listen oder die Vergabe von mehr Personenstimmen, als zur Verfügung
stehen. Der Referent riet den Anwesenden deshalb, sich vor der Wahl
eingehend mit den Musterwahlzetteln zu beschäftigen, die inzwischen jedem
Haushalt zugegangen sind. Auch die Briefwahl sei eine Alternative.
CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Häuser stellte im
Anschluss sich selbst und sein „Programm für eine generationengerechte
Stadt“ vor. Seine Ankündigung, grundsätzlich auf Transparenz und
Offenheit, Toleranz und Miteinander setzen zu wollen, wurde mit spontanem
Beifall begrüßt. Seine Konzepte zur Sanierung des Haushalts, ohne die
Stadt „kaputtzusparen“, zur Belebung des Sprudelhofs, zur Entwicklung
neuer Baugebiete wie beispielsweise des „Hempler“, zur Innenstadtsanierung
sowie zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der kulturellen und sportlichen
Infrastruktur wurden mit viel Zustimmung zur Kenntnis genommen und boten
noch viel Anlass zur Diskussion über Details.
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CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Häuser
(Mitte) stand nach dem offiziellen Teil Rede
und Antwort in persönlichen Gesprächen. |
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