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Nur mit einem völligen Realitätsverlust ist nach Ansicht des
CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Dietz die Beurteilung des noch amtierenden
Bürgermeisters Bernd Witzel hinsichtlich der Genehmigung des
Wirtschaftsplans des Kur- und Servicebetriebes durch die Kommunalaufsicht
zu erklären.
[27.04.11]
Mit keiner Silbe sei Witzel in seinem Rundumschlag gegen die CDU,
Bündnis90/Die Grünen und den neuen Bürgermeister Armin Häuser darauf
eingegangen, dass es alleine seine eigene UWG-Fraktion war, die dem
Wirtschaftsplan des KuS nicht zugestimmt hatte. Dies zeige deutlich, was
seine eigene Fraktion von der Arbeit Witzels halte, so Dietz.
Verwunderlich sei dies aber nicht, da Witzel vor der Bürgermeisterwahl
erfolglos versucht habe, die Genehmigung des Haushaltsplans 2011 der Stadt
zu verhindern, ohne zu bedenken, dass einer der größten Ausgabeposten
gerade der Verlustausgleich an den KuS ist.
Außerdem verschweige Witzel, dass die Kommunalaufsicht in
ihrer ersten Ablehnung der Genehmigung die wenig transparente Struktur des
Wirtschaftsplans kritisiert habe. Dieser Punkt war schon im September 2009
vom Kämmerer Armin Häuser in seiner Haushaltsrede zum Haushaltsplan 2010
angesprochen worden. Häuser hatte seinerzeit angeregt, den KuS wieder in
den städtischen Haushalt zu integrieren, was die
Stadtverordnetenversammlung dann auch mit überwältigender Mehrheit
beschlossen hat. Witzel war es seinerzeit, der den Kämmerer für diese
Aussagen öffentlich im Haupt- und Finanzausschuss rüffelte und versuchte,
durch Panikmache bei den Mitarbeitern diese Idee zu torpedieren. Wenn man
nun zufällig herausbekomme, dass Witzel ohne eine entsprechende
Haushaltsermächtigung eigenwillig neue Ortseingangsschilder habe
aufstellen lassen, die mit über 10.000 € zu Buche schlagen, verstehe man,
wer da mehr Transparenz zu fürchten hatte, so Dietz. Dabei sei es
sicherlich nur Zufall, dass Witzel die Schilder unbedingt noch vor der
Wahl aufgestellt haben wollte.
Dietz empfiehlt Witzel mehr Mut zur Wahrheit und eine
ausgewogener Wortwahl. Im Zusammenhang mit der Wirtschaftsplangenehmigung
von einer Blamage für den Kämmerer zu sprechen, ist der untaugliche
Versuch Witzels, sein eigenes Versagen anzuerkennen und zur eigenen
Verantwortung zu stehen. Außerdem müsste er doch seit der für ihn
desaströsen Bürgermeisterwahl wissen, was eine echte Blamage ist, so Dietz
abschließend. |